Montag, 14. Oktober 2013

[Buchrezension] Christina Stein - Stumme Angst



Christina Stein - Stumme Angst
288 Seiten || Taschenbuch || 9,99€
Cover Quelle randomhouse.de



"Lass die Augen zu. Lass sie für immer zu, dann wirst du ihn nicht sehen. Ich hatte sie nur kurz geöffnet, einen winzigen Spalt breit, und gesehen, dass er dort sitzt. Dort auf der Bettkante, in einem Zimmer, das ich nicht kenne. Angst fühlt sich also so an. Angst erfasst dich und du wirst zu Stein. Reglos liegst du, die Arme über dem Kopf gefesselt. Bloß das Herz mag noch schlagen, mag rasend gegen den Brustkorb hämmern."





Rückentext:
"Anna kann es nicht glauben, warum nur ist sie so arglos in Natans Auto eingestiegen? Eine kurze Beziehung hat sie einmal mit ihm verbunden, doch welche Geheimnisse der zurückhaltende Einzelgänger verbirgt, hat sie damals nicht ahnen können..."


Inhalt (Quelle):

"Anna wird seit Tagen gefangen gehalten. Ihr Ex-Freund Natan hat sie jahrelang gestalkt, jetzt hat er sie in seine Gewalt gebracht. Was hat er mit ihr vor? Was ist sein dunkles Geheimnis? Liam fahndet verzweifelt nach seiner verschwundenen Freundin Anna. In ihren Unterlagen findet er acht Zeichnungen von Ex-Freunden. Liam beschließt, alle acht aufzusuchen, um jeden noch so kleinen Hinweis auf Annas Verbleib zusammenzutragen. Ein gewisser Natan steht auch auf seiner Liste ... Marie, Annas beste Freundin, hilft Liam so gut sie kann bei der Suche und kümmert sich rührend um den Verzweifelten. Aber nur sie weiß, was sonst keiner weiß: dass Natans und Annas Eltern einst bei demselben Autounfall ums Leben kamen. Warum nur behält sie dieses womöglich tödliche Wissen für sich?"


Cover:
An sich finde ich das Cover unscheinbar. Dennoch drückt es eine weniger schöne Stimmung aus. Allein dieser eine leere Stuhl, der vermutlich in einem Kellerraum steht, strahlt eine drückende Stimmung aus.

Dann diese kreisenden Vögel. Diese sieht man ja oft, wenn ein Sturm aufzieht oder ähnliches. Auch was, was bei einigen Menschen Angst auslöst. Hier finde ich es aber schön, dass die Vögel auch auf den Innenseiten zu finden sind bei jedem Kapitel Anfang!

Im Laufe des Buches merkt man auch das die Vögel in der Geschichte hin und wieder auftauchen, auch die Bedeutung des Stuhls erfährt man im Buch.

Für mich ein wirklich gelungenes Cover!

Meine Meinung:
Schreibstil:
Im Moment lese ich ja wirklich sehr viele Jugendthriller, da konnte ich an dem hier nicht wirklich vorbeigehen. Bei diesem Buch hat es recht lange gedauert bis ich richtig drin war. Der Schreibstil hat mich ziemlich verwirrt, ab und an raus gehauen und ich musste die ein oder andere Stelle doppelt lesen. Kurz gesagt, er war einfach sehr holprig. Knapp ab der Hälfte des Buches bin ich gut zurecht gekommen und der Schreibstil fiel mir nicht weiter auf. Trotzdem bekommt das Buch von mir aufgrund des Schreibstils ein Stern Abzug.
Charaktere:
Mit den Charakteren bin ich, bis auf mit Marie, sehr schnell warm geworden. Ich mochte Liam und Anna, konnte mir ihre Hobbys, ihre Lebensart und alles sehr gut vorstellen. Außerdem konnte ich mit Anna, die ja entführt wurde gut mitfühlen. Marie hatte von Anfang an etwas, was mich misstrauisch machte und ich behielt am Ende sogar recht.
Die Story:
Die Geschichte fand ich gut aufgebaut, es gab mehrere Kapitel, aus verschiedenen Sichtweisen (von Anna, Liam und Marie), so hat man immer von allen die Gedanken mitbekomme. Vielleicht hätte ich mir noch Kapitel von dem Entführer gewünscht. Gerne hätte ich seine Sichtweise gewusst bzw seine Beweggründe, warum er Anna entführt hat.
In den Kapiteln von Anna spielt auch ein Tagebuch eine Rolle, sie findet es in dem Haus in dem sie gefangen gehalten wird. Immer wieder gab es Auszüge aus diesem Tagebuch, diese Auszüge fand ich persönlich nicht wirklich interessant und haben mir nicht gefallen, zumal sie mit der Story so selbst nichts zu tun hatten, zumindest nicht irgendein Handeln beeinflusst haben. Viele aus der Leserunde fanden diese Auszüge aber auch sehr spannend. Ich hätte sie aber nicht unbedingt gebraucht in dem Buch.
Das Ende war ein wenig offen, der Leser hatte Interpretationsfreiheit. Dies gefiel mir bei diesem Buch sehr gut, so kann jeder selbst entscheiden, ob er hier ein Happy End haben will oder ob er lieber das "böse" Ende mag!

Fazit:

Alles in allem ein guter Jugendthriller, der zwar im Schreibstil ein wenig holprig war, aber mit einer guten Story und sympatischen Charakteren überzeugen kann. 
Dennoch kommen richtige Thriller Fans hier nicht auf ihre Kosten, denn der richtige Nervenkitzel fehlt. 

Von mir bekommt das Buch 3 von 5 Sternen!



Mein Dank geht an lovelybooks und an den cbt Verlag für dieses Exemplar!

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