Samstag, 1. März 2014

[Buchrezension] Sarah Butler - Alice, wie Daniel sie sah



Sarah Butler - Alice, wie Daniel sie sah
320 Seiten || Klappenbroschur || 14,99€
ISBN: 978-3-426-51409-2
Cover Quelle: droemer-knaur.de



Fünf Farben, die ein ganzes Leben bedeuten!




"Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt."


"Mein Vater wohnt allein in einem Nobel-Reihenhaus in der Nähe von Hempstead Heath"


Das erste was mir bei diesem Buch aufgefallen ist, war das Cover. Ich bin ziemlicher England/London Fan und da ist mir die Skyline von London im unteren Bildrand natürlich sofort aufgefallen. Außerdem mochte ich die Farben sehr gerne, die auf dem Cover verwendet wurden. Alles in allem ein wirklich ansprechendes Cover. Toppen konnte das nur die schöne Gestaltung im Inneren. Hach.
Das Buch an sich ist ein hochwertiges Buch mit Klappenbroschüre. Aufgeteilt ist es in Kapitel, die aus zwei verschiedenen Sichten geschrieben sind, was den Leser am Anfang erst noch ziemlich durcheinander bringt.
Was ich sehr interessant fand waren die Listen, die am Anfang von jedem Kapitel waren - "10 Dinge...". Das machte mich ziemlich neugierig. 

Der Schreibstil in diesem Buch war für mich verwirrend, chaotisch und viel zu abgehackt. Die Geschichte enthält wenig wörtliche Rede und wenn sie mal vorhanden ist, dann ist kurz, abgehackt und man hat regelrecht das Gefühl die Protagonisten sind genervt während sie sich unterhalten.

Das machte den Beziehungsaufbau zu den Protagonisten bzw. den Charakteren allgemein nicht wirklich leicht. Die Charaktere empfand ich einfach als sehr schwach. Protagonisten hat dieses Buch zwei, eine Weibliche - Alice und einen Männlichen - Daniel. Zu beiden konnte ich keinerlei Draht aufbauen. Wie Daniel aussieht konnte ich mir noch gut vorstellen, aber ich hatte wirklich keine Vorstellungen, wie Alice aussehen mag. Desweiteren habe ich zu keinem der Beiden eine emotionale Bindung aufbauen können, Emotionen wurden mir zu leicht abgetan oder kamen gar nicht erst auf.
Auch die Nebencharaktere waren nicht sonderlich sympathisch, zumal es da auch nicht wirklich viele gab. 
Die Einzige die ich vielleicht noch ein wenig mochte war Alice Schwester Tilly, sie hatte irgendwas fröhliches an sich - so weit ich das bei dem Schreibstil rausfiltern konnte.

Ich hatte mich sehr auf die Story gefreut. Sie klang besonders - es klang einfach nach was anderem. Aber ich wurde ziemlich enttäuscht. Über die ganze Geschichte legte sich eine ziemlich melancholische Stimmung, ich fand nicht richtig rein und war ziemlich oft verwirrt, wahrscheinlich auch weil die Protagonisten so verwirrend gedacht haben. Normalerweise mag ich so etwas, ich lese gerne auch mal Storys mit wenig wörtlicher Rede, wo alles einfach nur erzählt wird, aber hier fiel es mir wirklich schwer zu folgen.
Ich habe mit einer Story gerechnet, in der der Vater nach seiner Tochter sucht und die Tochter dann auch irgendwie zu ihm findet, sie sich aussprechen und am Ende ist alles super. Das ist hier nicht ganz so. Ja letztendlich bin ich mit dem Ende nicht wirklich zufrieden und mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich an dieses Buch kaum weiter einen Gedanken verschwenden werde - außer das es ein wirklich schönes Cover hat.


Für mich war dieses Buch leider ein ziemlicher Flop, obwohl ich mich so auf dieses Buch gefreut habe. Ich denke aber, dass es sicher Jemanden gibt, der mit dem Schreibstil, der Story und den Protagonisten seinen Spaß haben wird. Ich finde es schade, dass mich dieses Buch nicht bewegen konnte und es mich nicht in die Welt von Alice und Daniel gesogen hat. Ja, im Nachhinein tut es mir sogar weh dieses Buch mit nur zwei Schmetterlingen zu bewerten, aber es war wirklich nicht mehr drin für mich. Abschließend lässt sich sagen, dass hier ist sicher nur meine Meinung, macht Euch selbst ein Bild von dem Buch und vielleicht fühlt ihr Euch wohler in der Welt von Alice und Daniel.


2 von 5 Schmetterlingen

Kommentare:

  1. Ooohh nein :( ich freu mich schon so auf das Buch und deine Rezi lässt leider auf nichts Gutes hoffen... probieren werd ich es trotzdem, ob ich es gleich lesen werde, weiß ich aber noch nicht...

    Liebe Grüße

    Liz

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  2. Hey Liz,

    ich hoffe wirklich sehr, dass Dir das Buch besser gefallen wird. :)
    Ich freue mich dann auf deine Meinung zu dem Buch.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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Ich freue mich auf eure Kommentare :))